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Per Bluetooth vom Laptop auf die Prothese

Die Programmierung der künstlichen Gliedmaßen übernimmt beim Prothesen-Anbieter Otto Bock eine spezielle Anwendung von Hagenberg Software.

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Otto Bock Healthcare mit Sitz in Duderstadt in Deutschland ist Weltmarktführer
im Bereich Prothetik und ein führender Anbieter von innovativen Produkten für Menschen
mit eingeschränkter Mobilität.

Weltweit verfügt die Gruppe über 40 Vertriebs- und Servicestandorte sowie Exportkontakte in 140 Länder. Weitere Geschäftsfelder sind die Orthetik, Rollstühle und seit 2006 die Neurostimulation. Weltweit sind mehr als 4.300 Mitarbeiter in der Otto-Bock-Firmengruppe
beschäftigt, davon mehr als 3.800 in der Otto Bock Healthcare. Am Wiener Standort Kaiserstraße 39 entwickelt und fertigt Otto Bock seine Hightech-Prothesen für den Weltmarkt. Die Wiener iederlassung gehört zu den bedeutendsten Standorten der Firmengruppe für Forschung und Entwicklung - hier wurde beispielsweise das so genannte C-Leg entwickelt, ein mikroprozessorgesteuertes Kniegelenk, das 1999 mit dem österreichischen Innovationspreis ausgezeichnet wurde.

Auch das DynamicArm Ellbogen-System, das die Bewegungsabläufe den natürlichen Abläufen angleicht, ist eine Wiener Entwicklung. Insgesamt sind in Wien in den Bereichen Entwicklung, Fertigung und Vertrieb über 400 Fachkräfte beschäftigt, wobei imJahr 2008 ein Umsatz von 74,13 Millionen Euro erwirtschaftet wurde, bei einem Exportanteil von 90,4 Prozent. Für Forschung und Entwicklung wen-IT-ATLAS Bei der gesamten Entwicklung wurde
speziell darauf geachtet, die Bedienung der Software fehler- und übertragungssicher zu gestalten. Schon ein kleiner Fehler kann zu Stürzen beim Träger führen.

Seit 1997 bietet Otto Bock ein intelligent gesteuertes Prothesensystem, mit dem weltweit bereits über 25.000 Menschen versorgt wurden. Das bereits erwähnte CLeg bietet gehandicapten Personen den bestmöglichen Ersatz für fehlende Gliedmaßen, denn die Prothese
lässt sich für jeden Anwender an sein individuelles Gangbild angleichen. Die Steuerung erfolgt dabei über eine mikroprozessorgeregelte Hydraulik, die das System in Echtzeit und dynamisch an alle Gehgeschwindigkeiten anpasst. Gleichzeitig ermöglicht sie die zuverlässige Sicherung der Standphase des C-Leg.

Auf der Suche nach einem spezialisierten Partner, der die Neuprogrammierung der Darastation und der C-Soft-Lösung übernimmt, kam man mit Hagenberg Software ins Gespräch. Ein wichtiger Punkt bei der Entscheidung: Das oberösterreichische Unternehmen kann in der Softwareentwicklung einen hohen Qualitätsfaktor garantieren, der unter anderem gewährleistet dass die Lösung ohne langwierige Adaptionen zum Beispiel auch auf dem amerikanischen Markt eingesetzt werden kann. »Das Team rund um Nikolaus Kawka und Bernhard Rastorfer hat sich in weiterer Folge rasch in die bestehende Plattform und in das Lastenheft eingearbeitet und uns durch seine kompetente und doch flexible Herangehensweise überzeugt«, erklärt Kandler die Entscheidung.

Als Programmiersprache für die neue Softwareplattform wählte das Hagenberger Projektteam C# von Microsoft und die .Net-Technologie. Damit ließen sich nicht nur bereits vorhandene Komponenten der Datastation- und der C-Soft-Lösung einbinden, sondern auch neue Micro oft-Produkte wie beispielsweise SQL Server Express 2008 oder Windows 7 problemlos integrieren. »Die große Herausforderung bei der Neuentwicklung der Softwareplattform bestand darin, die unterschiedlichen Anwendungen, die bei Otto Bock in der Orthopädietechnik eingesetzt werden, auf eine gemeinsamen Basis zu stellen - und das besonders benurzerfreundlich«, erläutert Bernhard Rastorfer, zuständig für Projektmanagement und Consulting bei Hagenberg Software.

In mehreren Monaten entwickelte Hagenberg Software auf Grundlage dieser Anforderungen die neue Plattform C-Soft. »Wesentlich dabei war auch die intensive Zusammenarbeit mit den Software und Orthopädietechnikern von Otto Bock«, blickt Rastorfer zurück. »So haben wir alle üblichen Arbeitsschritte bei der Versorgung und vor allem auch die Einstellung der Prothese anhand eines C-Legs vor Ort getestet.

29.12.2010


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